Fortsetzung des „Wohnungsbaus“ für Zauneidechsen im Vogelschutzgebiet „Langenlehsten“
06.10.2026 Erstellt von Christoph Gasse
Letzte Woche rückte auf Veranlassung des DVL-Regionalbüros Herzogtum Lauenburg-Stormarn Süd im EU-Vogelschutzgebiet „Langenlehsten“ zum zweiten Mal der Mini-Bagger an, um weitere Versteckmöglichkeiten für die Zauneidechse anzulegen. Die Art ist in Schleswig-Holstein stark gefährdet benötigt offene Sandböden für die Wärmeregulation sowie für die Eiablage und Überwinterung in Bodenlöchern.
Bereits im Jahr 2024 wurden in dem Gebiet durch das DVL-Regionalbüro auf langjährigen Brachflächen neue Habitate für Zauneidechsen geschaffen. Die Dauerbrachen liegen inmitten großer Ackerflächen, auf denen Verträge mit der Landgesellschaft für das Vertragsnaturschutzmuster „Ackerlebensräume“ bestehen. Die Zauneidechse kommt auf den sehr sandigen Brachflächen bereits seit vielen Jahren vor und zur Verbesserung des Habitats sind nun im Zuge der Baggerarbeiten weitere neue Offenbodenbereiche entstanden. Dabei wurden Wurzelstubben, Geäst und Stammabschnitte in die ausgebbaggerten Erdlöcher mit eingebaut und Erdwälle und Sandschüttungen angelegt. Die neuen Strukturen bieten für die Zauneidechsen Nacht- und Tagesverstecke oder Überwinterungsmöglichkeiten und verbessern kleinräumig das Futterangebot an Insekten und Spinnentieren. Insgesamt wurde auf einer Fläche von knapp 5 ha die Zahl von sechs bestehenden Habitaten auf zwölf aufgestockt.
Wir danken der Familie Jürgens-Dietz, die ihre Flächen in dem Vogelschutzgebiet bereits seit Jahrzehnten im Rahmen unterschiedlicher Programme für den Natur- und Artenschutz zur Verfügung stellt. Die aktuellen Maßnahmen werden im Rahmen des DVL-Angebotskataloges mit Mitteln des Landes Schleswig-Holstein gefördert.
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